BottlePicker-Weinratgeber

Häufige Fragen zu Wein

Klare Antworten auf häufige Suchfragen in Deutschland – von Haltbarkeit und veganem Wein bis zu Sulfiten, feinherb, Kabinett und Wein zum Kochen.

Ist Wein vegan?

Nicht automatisch. Wein wird aus Trauben erzeugt, kann aber mit tierischen Hilfsmitteln wie Gelatine, Kasein oder Eiweiß geklärt worden sein. Solche Stoffe verbleiben nicht zwingend im fertigen Wein. Verlassen Sie sich bei einer konkreten Flasche auf eine Vegan-Kennzeichnung, Zertifizierung oder Auskunft des Erzeugers.

Kann Wein schlecht werden?

Ja. Geöffneter Wein oxidiert und verliert Frische; ungeöffneter Wein kann durch Wärme, Licht, Sauerstoff oder einen fehlerhaften Verschluss geschädigt werden. Ein unangenehmer Geruch, deutlich essigartige Noten oder eine unerwartete Veränderung von Farbe und Geschmack sind Warnzeichen.

Wie lange ist Wein haltbar?

Dafür gibt es keine allgemeine Frist. Viele Alltagsweine sind für den frühen Genuss gedacht, während geeignete, gut gelagerte Weine reifen können. Geöffneten Stillwein sollten Sie wieder verschließen, kühl stellen und als praktische Orientierung innerhalb weniger Tage prüfen; Schaumwein meist früher, viele Likörweine später.

Was sind Sulfite im Wein?

Sulfite beziehungsweise Schwefeldioxid entstehen in kleinen Mengen bei der Gärung und können zusätzlich eingesetzt werden, um Wein vor Oxidation und unerwünschten Mikroorganismen zu schützen. Prüfen Sie für eine bestimmte Flasche die Allergenangabe auf dem Etikett; diese Erklärung ersetzt keine medizinische Beratung.

Source: Deutsches Weininstitut: Kennzeichnung

Wie viel Prozent Alkohol hat Wein?

Der Alkoholgehalt variiert nach Stil, Reife der Trauben und Herstellung. Entscheidend ist die Angabe „% vol.“ auf der konkreten Flasche. Vergleichen Sie nicht allein nach Weintyp: Auch zwei Weine derselben Rebsorte können unterschiedliche Alkoholgehalte haben.

Wie wird Wein hergestellt?

Vereinfacht werden Trauben gelesen, sortiert und gepresst oder eingemaischt. Hefen vergären den Zucker zu Alkohol. Je nach Stil folgen Schalenkontakt, biologischer Säureabbau, Ausbau im Tank oder Fass, Klärung, Filtration und Abfüllung. Nicht jeder Wein durchläuft jeden Schritt.

Was bedeutet feinherb bei Wein?

„Feinherb“ ist in Deutschland keine rechtlich klar definierte Geschmacksangabe. Sie wird meist für Weine verwendet, die geschmacklich im Bereich zwischen halbtrocken und leicht lieblich liegen. Säure und Frucht können beeinflussen, wie süß derselbe Restzucker wirkt.

Source: Deutsches Weininstitut: feinherb

Welcher Wein eignet sich zum Kochen?

Verwenden Sie einen sauberen, trockenen Wein, den Sie auch trinken würden, ohne dafür Ihre beste Flasche zu öffnen. Ein säurebetonter Weißwein passt oft zu hellen Saucen; ein fruchtiger, mäßig tanninreicher Rotwein zu Schmorgerichten. Sehr fehlerhafte oder stark gesüßte Weine werden durch das Kochen nicht besser.

Was ist eine Cuvée?

Eine Cuvée ist eine Mischung verschiedener Weine, Rebsorten, Lagen, Fässer oder Jahrgänge – je nach Region und Produkt. Der Begriff allein ist weder ein Qualitätsurteil noch ein Hinweis auf Süße. Welche Bestandteile verwendet wurden, steht gegebenenfalls auf dem Etikett oder in den Erzeugerangaben.

Was bedeutet Kabinett beim Wein?

Kabinett ist eine deutsche Prädikatsstufe. Sie bezieht sich auf die Reife beziehungsweise das Mindestmostgewicht der Trauben, mit je nach Rebsorte und Anbaugebiet unterschiedlichen Vorgaben. Kabinett bedeutet nicht automatisch süß: Achten Sie zusätzlich auf Angaben wie trocken und auf den Alkoholgehalt.

Source: Deutsches Weininstitut: Prädikate

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